Studie „Besser leben in Deutschland"

Unsere Studie „Besser leben in Deutschland“ stellt 10 wichtige Indikatoren vor, die im Wahljahr 2017 und danach mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit erhalten sollten, damit das Leben in Deutschland noch besser werden kann: die Wahlbeteiligung, die Analphabetenquote, die Armut trotz Erwerbstätigkeit, die Wohnkosten, das Sicherheitsgefühl, das Vertrauen in die Mitmenschen, die Suizidrate, die Mitgliedschaft in Sportvereinen, die Fettleibigkeit und der CO2-Ausstoß. Für jeden Indikator in dieser Auswahl wird ein Ziel für das Jahr 2025 vorgeschlagen, welches im internationalen Vergleich realistisch erscheint.

Der Fortschrittsblog

Unsere Forschungsarbeiten, die daraus abgeleiteten Vorschlägen im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin und unsere praktischen Erfahrungen aus „Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt“ sind die Basis für den Fortschrittsblog. Hier bezieht der Direktor des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt klare Positionen zu aktuellen Themen rund um Dialog, Visionen, Messung und Handeln für mehr Lebensqualität. Jüngste Beiträge befassen sich u.a. mit dem Zusammenspiel von Lebensqualität und Digitalisierung, mit den Wahlprogrammen der großen Parteien und der Regierungsstrategie "Wirksam regieren".

Studie "Die glückliche Variante des Kapitalismus 2.0"

Länder mit einer hohen Lebensqualität haben viele, teilweise überraschende Gemeinsamkeiten. Unsere neue Studie „Die glückliche Variante des Kapitalismus 2.0“ beleuchtet 25 Länder entlang von 16 verschiedenen Indikatoren. Eine statistische Clusteranalyse fasst ähnliche Länder zu Gruppen zusammen.


Zu den Ländern der glücklichen Variante des Kapitalismus gehören Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, die Niederlande, die Schweiz, Neuseeland – und Deutschland. Dort ist z.B. die Arbeitslosenquote niedrig, die Arbeitszeit kurz, Wirtschaft und Presse sind frei, der Staat ist effektiv und Frauen spielen eine relativ gleichberechtigte Rolle. Insgesamt wurden sechs Varianten des Kapitalismus identifiziert und mit vielen Grafiken illustriert. "Die Welt" berichtete ausführlich darüber.


Die Studie ist auch auf Englisch als „The happy variety of capitalism 2.0“ verfügbar.

Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland"

Die Bundesregierung hat im Oktober 2016 den Bericht zu "Gut leben in Deutschland - was uns wichtig ist" veröffentlicht. Der Direktor des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt, Dr. Stefan Bergheim, war Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Regierungsstrategie und hatte bereits im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin 2011/12 einen Bürgerdialog zu Lebensqualität vorgeschlagen. Den Prozess und die neuen Indikatoren diskutiert er im Fortschrittsblog. In der Begleitpublikation der Bundesregierung stellt er "Internationale Prozesse zur Förderung von Lebensqualität mit Beteiligung der Bürger" vor.

Im Laufe des Prozesses hat er sich u.a. im ZDF Morgenmagazin, in der Tagesschau, im Deutschlandradio, im Blogbeitrag mit Ben Warner und im Gespräch mit dem Bundespresseamt geäußert.


Unsere Beiträge auf dem 1. Internationalen Deutschlandforum der Bundeskanzlerin 2013 zu „Was Menschen wichtig ist - Lebensqualität und Fortschritt" (ProgrammVideo ab 76:50 und Text von uns) sowie in der Arbeitsgruppe „Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt“ im Zukunftsdialog 2011/12 waren auf positive Resonanz gestoßen und in den Kolaitionsvertrag 2013 eingegangen. Die Vorschläge der AG finden Sie hier ab Seite 103 in der Langfassung ab Seite 319 (in the English version from page 106). Ein Bürgerdialog zu Lebensqualität ist Vorschlag 1, das Berichtssystem Vorschlag 3 und der Fortschrittsbericht Vorschlag 8. Bilder von den Veranstaltungen hier, hier und hier.

Handbuch Lebensqualitätsprozesse

Die gemeinsame Arbeit an der Zukunft von Gesellschaften und der Definition und Verbesserung der Lebensqualität braucht neue Prozesse. Unser Handbuch Lebensqualitätsprozesse (English version) stellt einen leistungsfähigen Prozess der Zukunftsgestaltung mit den vier Elementen Dialog, Visionen, Messung und Handeln vor. Es kombiniert Einblicke aus Lebensqualitätsprozessen in Deutschland und weltweit mit wissenschaftlicher Forschung und eigenen praktischen Erfahrungen im Rahmen von „Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt“. 

Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt

Die Einwohner von Frankfurt konnten im Prozess „Schöne Aussichten - Forum für Frankfurt" sagen was für sie zählt und können gemeinsam an einer Verbesserung der Lebensqualität arbeiten. Auf der Auftaktveranstaltung im Mai 2014 waren 100 Bürger dabei (Impressionen), es folgten 15 kleinere Veranstaltungen und die Visionsveranstaltung im November 2014 (Präsentation und Film mit Impressionen). Im Februar 2016 schloss sich die Veranstaltung "Frankfurt, was zählt 2016" an (Dokumentation und Film dazu).
Aus den Ergebnissen der Veranstaltungen und vieler Gespräche hat das Team Visionen für 10 Themenfelder abgeleitet. Im Juni 2015 wurden unter der Überschrift "Frankfurt, was zählt!" 50 Indikatoren für Lebensqualität in Frankfurt vorgestellt. Konkrete Projekte wie die Weltreisen durch Wohnzimmer können zu mehr Lebensqualität beitragen. Visionen und Indikatoren werden nun von verschiedenen Akteuren in der Stadtgesellschaft für ihre eigene Arbeit genutzt.

Publikationsreihe „Schöne Aussichten"

Können Visionen Kräfte mobilisieren? Wie sieht eine wünschenswerte Zukunft aus? Wie können wir messen, ob wir dieser Zukunft näher kommen? Diesen Fragen geht unser Projekt „Schöne Aussichten“ nach, das im Vorwort erläutert wird. Das Hintergrundpapier „Bessere Zukunft mit Visionen" von Juliane Pohl erläutert die Wirkung positiver Zukunftsbilder. Die bisher erschienen Folgen sind:
- Folge 1: Der Große Übergang (Juliane Pohl)
- Folge 2: Die Global Reporting Initiative (Veronica Barth)
- Folge 3: Tasmanien Gemeinsam (Stefan Bergheim) (also in English)
- Folge 4: Das Indikatorenprojekt Jacksonville (Matthias Verbeck)
- Folge 5: Die Vision 2050 des WBCSD (Kirsten Brühl)
- Folge 6: Die Traumgesellschaft (Juliane Pohl)
- Folge 7: Santa Cruz - Projekt zur Gemeinschaftsbewertung (Ines Seidel)
- Folge 8: Demokratie - Ein Ausflug ins Mögliche (Jan Lachenmayer und Timo Maier)
- Folge 9: Die Gemeinwohl-Ökonomie (Ulrike Reisach)
- Folge 10: Ireland 2016 (Hans-Peter Schoech)
- Folge 11: Werte schaffen Werte (Daniela Scholl)
Den Abschluss des Projekts bildet ein 16-seitiges Synthesepapie von Stefan Bergheim „Die Kraft gesellschaftlicher Visionen" mit vielen Einblicken und den Schlussfolgerungen für die Arbeit des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt.

Fortschritt fördern – Mitglied werden

Werden Sie Teil unseres Fortschrittsnetzwerks und unterstützen Sie die gemeinnützige Arbeit des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt durch Ihre Mitgliedschaft. Mehr Informationen über unsere Arbeit, die ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert wird, finden Sie in unserem Faktenblatt, in der Vereinssatzung und im Tätigkeitsbericht für 2014. Wenn Sie überlegen uns zu unterstützen, so senden wir Ihnen gerne mehr Informationen über unsere Arbeit und unsere Projekte. mehr